Gentoo: rlwrap

Freitag, 21. Januar 2011

Wer Software wie Ocaml verwendet, bei der readline aus lizenztechnischen Gründen nicht rangebastelt werden darf, weicht notgedrungen auf ledit oder rlwrap aus. Leider ist die Version in Gentoos Portage ziemlich alt (stable 0.30, maskiert 0.32). Für 0.37 reicht es, das Ebuild der letzten Version in ein lokales Overlay zu kopieren, in ...-0.37 umzubenennen, das Manifest zu bauen und die neue Version zu installieren. Die letzten Schritte hatte ich vor Kurzem schon angerissen...

Matrox und mesa 7.9 unter Gentoo

Montag, 3. Januar 2011

xorg/mesa-Aktualisierungen sind immer etwas Feines. Das udev-Keyword flog vorher raus, man kennt ja das udev/hal-Debakel und die Treiber übersetzt man schon aus Reflex neu, man wurde ja schließlich nicht nur einmal von inaktiver Maus und Tastatur überrascht:

sudo emerge xf86-input-keyboard xf86-input-mouse xf86-video-mga

und trotzdem gab es etwas Neues: lahme und ruckelnde Videos. Die Ursache fand sich schnell:

(EE) AIGLX error: dlopen of /usr/lib/dri/mga_dri.so failed (/usr/lib/dri/mga_dri.so: cannot open shared object file: No such file or directory)
(EE) AIGLX: reverting to software rendering
(II) AIGLX: Loaded and initialized /usr/lib/dri/swrast_dri.so
(II) GLX: Initialized DRISWRAST GL provider for screen 0

die Lösung auch: Lokales Overlay verwenden bzw. anlegen, media-libs/mesa reinkopieren, im ebuild unter "classic"

driver_enable video_cards_mga mga

hinzufügen, Manifest basteln:

sudo ebuild mesa-7.9.ebuild manifest

mesa erneut kompilieren und fertig.

world update

Mittwoch, 5. Mai 2010

Immer wieder schön, wie Software nerven kann. Bei emerge gibt es (noch) keine ignore-Option und so konnte Opera 10.10 nicht gegen das vorhandene Qt3 gebaut bleiben, nein es musste unbedingt Qt4 sein. Da ich diesen Bloat nicht auf dem Rechner haben will, blieb nur¹ das Demaskieren des instabilen Opera 10.53-pre6330 mit wunderschöner defekter Menüleiste, die man erst einschalten muss, nachdem man vorher den überflüssigen Quatsch (Unite etc.) abgestellt hat:

Opera 10.53-pre6330 menu

Was gab es sonst noch? mrxvt malt per default grüne Cursor (wtf?!), natürlich musste xorg-driver nochmal übersetzt werden um die Eingabegeräte nutzen zu können und ghc 6.12.2 wollte gar nicht erst kompilieren. Wenigstens ist Qt jetzt ganz vom Rechner verschwunden.

Aktualisierung:
Im ghc-Ebuild gehen sie von /usr/bin/gcc aus, beim Einsatz von ccache kann das nicht klappen:

# Relocate from /usr to ${WORKDIR}/usr
sed -i -e "s|${WORKDIR}$(type -P gcc)|$(type -P gcc)|g" \
 


¹ oder diverse Overlays

Aktualisierung auf xorg-server 1.6

Sonntag, 11. Oktober 2009

Ging erstaunlich problemlos. Maus und Tastatur waren tot:
sudo emerge -1 $(qlist -IC x11-drivers)

Strg+Alt+Rückschritt funktionierte nicht mehr (/etx/X11/xorg.conf)
Option      "XkbOptions"  "terminate:ctrl_alt_bksp"

und >x11-base/xorg-x11-7.4 enthält zuviel Bloat und mußte gehen. xorg-server reicht vollkommen.

Hinweise für die Sachen, die man eh nicht installiert, gibt es wie immer mit:
eselect news read new


PS.: qlist ist in portage-utils

ghc unter Gentoo

Mittwoch, 30. September 2009

Das Haskell-Overlay ist schon etwas Feines. Um es zu benutzen benötigt man Darcs, natürlich aus dem Portage-Tree und das wiederum benötigt ghc, den es nur zum stundenlangen Selberbauen gibt, um danach dann die vorkompilierte Variante aus dem Overlay zu installieren, die man eigentlich haben wollte. Ein Traum:

Total: 10 packages (10 new), Size of downloads: 40,432 kB
Calculating dependencies... done!
[ebuild  N    ] dev-util/darcs-2.0.2  USE="-doc" 1,759 kB
[ebuild  N    ]  dev-haskell/regex-compat-0.71.0.1  USE="-doc -profile" 4 kB
[ebuild  N    ]   dev-haskell/regex-posix-0.72.0.2  USE="-doc -profile" 42 kB
[ebuild  N    ]  dev-haskell/mtl-1.1.0.0  USE="-doc -profile" 0 kB
[ebuild  N    ]  dev-haskell/html-1.0.1.1  USE="-doc -profile" 11 kB
[ebuild  N    ]  dev-haskell/parsec-2.1.0.0  USE="-doc -profile" 15 kB
[ebuild  N    ]  dev-haskell/quickcheck-1.1.0.0  USE="-doc -profile" 9 kB
[nomerge      ] dev-haskell/regex-posix-0.72.0.2  USE="-doc -profile"
[ebuild  N    ]  dev-haskell/regex-base-0.72.0.1  USE="-doc -profile" 7 kB
[ebuild  N    ]   dev-haskell/cabal-1.2.3.0  USE="-doc -profile" 613 kB
[ebuild  N    ]    dev-lang/ghc-6.8.2-r1  USE="-bash-completion -doc -ghcbootstrap" 37,975 kB

Total: 10 packages (10 new), Size of downloads: 40,432 kB

Deshalb hier die Kurzvariante (sudo weggelassen, layman bereits installiert, ghci nicht enthalten):

Das darcs-Binary runterladen und installieren
cp darcs-2.2.0-ghc6.10-libwww-static.bin /usr/bin/darcs
chmod +x /usr/bin/darcs

überprüfen, ob in der /etc/make.conf die make.conf für Layman eingetragen ist
source /usr/local/portage/layman/make.conf

Layman aktualisieren, das Haskell-Overlay hinzufügen und Portage aktualisieren
layman --fetch
layman --add haskell
eix-sync

ghc in der /etc/portage/package.keywords demaskieren
dev-lang/ghc ~x86

in der /etc/portage/package.use dafür sorgen, daß nicht stundenlang rumkompiliert wird - und ghc braucht wirklich lange
dev-lang/ghc binary

und dann nur noch ghc installieren
emerge ghc

Fertig.

Wer eher Komplettpakete mag, könnte gleich die Haskell Platform installieren. Darcs kann jetzt gelöscht oder über das Overlay installiert¹ werden.

¹ Ich mag ja die verteilten Versionsverwaltungen, aber die Vielfalt nervt. Früher reichte svn, heute muß man zusätzlich Git, Mercurial, Darcs und am besten noch Bazaar auf der Platte haben, bloß um an die aktuellen Quelltexte zu kommen.
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