13. Februar: Aufruf zu gemeinsamem Gedenken
Mittwoch, 4. Februar 2009
Aufruf zu gemeinsamem Gedenken
Die rechts- und linksextremen Spinner nerven schon jedes Jahr, aber dieses Gefasel von "Zusammenhang mit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft" noch mehr. Die Briten haben die unterschiedslose Bombardierung erfunden und lange vor dem 2. WK in ihren Kolonien erprobt. Sie haben auch im 2. Weltkrieg als erste auf diese Taktik zurückgegriffen. Das war nicht Adolfs krude Idee, sondern eine Perversität der Briten gerichtet gegen die deutsche Zivilbevölkerung und genau als das muß man die Bombardierung Dresdens werten. Da gibt es kein Fingerzeigen auf parallele Verbrechen der Nationalsozialisten. Schlimm genug, daß auf dem Heidefriedhof die Gedenkstelen Massenmord (zB. Auschwitz) mit völkerrechtlich legitimen Angriffen (zB. Coventry, Rotterdam) gleichsetzen und in Lokalzeitschriften immer auf die Bombardierung Londons hingewiesen wird. Klar wurde London bombardiert, aber vor London kam Berlin. In meinen Augen ist das eine geschmacklose Legitimation im Nachhinein und genau deswegen werden sich die Dresdner auch dieses Jahr zurückhalten, wenn statt stiller Trauer wieder bunte Fähnchen, Rechtfertigung und lautes Gebrüll gegen herangekarrte Rechtsextreme angesagt sind.
Aktualisierung 19.02.2009: Dresden: Die LGN-Redaktion führte ein Interview mit einem GEH-DENKEN Teilnehmer
Woran könnte das wohl liegen?
Klingt nicht nach Trauerfeier.
Schon komisch dieses Geh-Denken-Typen. Schenken den Nazis alle Aufmerksamkeit der Welt, animieren geradezu zum Wiederkommen und wundern sich, wenn die es auch tun? Bessere Werbung geht gar nicht. Klar kann man 100 Busse Fremde herankarren und lustig 10 Straßen entfernt von den Rechten gegen eine zugelassene Demo feiern und Demokrat spielen, aber sich dann auch noch zu wundern, daß die Dresdner nicht mitmachen wollen, ist so naiv, daß es schon weh tut.
Vertreter aus Kirche, Kultur, Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Bürger haben zum gemeinsamen Gedenken an die Zerstörung Dresdens am 13. Februar aufgerufen. Unter dem Motto „wahrhaftig erinnern - versöhnt leben“ soll an der Frauenkirche der Bombardierung Dresdens gedacht, zu Versöhnung gemahnt und ein Zeichen gegen die Instrumentalisierung der Ereignisse durch Neonazis gesetzt werden, sagte der Bischof der evangelischen Landeskirche Sachsen, Jochen Bohl, am Mittwoch in Dresden. [...]
„Wahrhaftig bedeutet, die Bombardierung Dresdens im Zusammenhang mit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zu sehen“, sagte der Landesbischof. Er erinnerte an die Vernichtung zahlreicher Synagogen 1938 und an 1939, als Deutschland einen Krieg begann, „der nie gekanntes Leid über die Völker Europas brachte“. Es gelte, sich gegen ideologische Vereinnahmung und Verfälschung dieser Ereignisse zu wenden.
Die rechts- und linksextremen Spinner nerven schon jedes Jahr, aber dieses Gefasel von "Zusammenhang mit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft" noch mehr. Die Briten haben die unterschiedslose Bombardierung erfunden und lange vor dem 2. WK in ihren Kolonien erprobt. Sie haben auch im 2. Weltkrieg als erste auf diese Taktik zurückgegriffen. Das war nicht Adolfs krude Idee, sondern eine Perversität der Briten gerichtet gegen die deutsche Zivilbevölkerung und genau als das muß man die Bombardierung Dresdens werten. Da gibt es kein Fingerzeigen auf parallele Verbrechen der Nationalsozialisten. Schlimm genug, daß auf dem Heidefriedhof die Gedenkstelen Massenmord (zB. Auschwitz) mit völkerrechtlich legitimen Angriffen (zB. Coventry, Rotterdam) gleichsetzen und in Lokalzeitschriften immer auf die Bombardierung Londons hingewiesen wird. Klar wurde London bombardiert, aber vor London kam Berlin. In meinen Augen ist das eine geschmacklose Legitimation im Nachhinein und genau deswegen werden sich die Dresdner auch dieses Jahr zurückhalten, wenn statt stiller Trauer wieder bunte Fähnchen, Rechtfertigung und lautes Gebrüll gegen herangekarrte Rechtsextreme angesagt sind.
Aktualisierung 19.02.2009: Dresden: Die LGN-Redaktion führte ein Interview mit einem GEH-DENKEN Teilnehmer
Es ist schlimm, dass viele einfach nur passiv zuschauen und die meisten Dresdner nicht da waren. Ich mein, wenn 100 Busse aus ganz Deutschland kommen und nur 9000 Leute (Theaterplatz) auf der Demo sind, ist der Anteil der Dresdener erschreckend gering. Das ist einfach nur schade!
Woran könnte das wohl liegen?
Ich denke es war durchaus ein Erfolg, allein weil viel mehr Menschen als in den letzten Jahren auf der Demo waren. Es war eine bunte Veranstaltung, auf der viele Menschen mit unterschiedlichen Einstellungen gemeinsam gegen Rechts demonstriert haben und es einfach ein sensationelles Bild war, die vielen bunten, witzigen, kreativen Banner und Aktionen der Teilnehmer zu beobachten. Das war sehr positiv!
Klingt nicht nach Trauerfeier.
Schon komisch dieses Geh-Denken-Typen. Schenken den Nazis alle Aufmerksamkeit der Welt, animieren geradezu zum Wiederkommen und wundern sich, wenn die es auch tun? Bessere Werbung geht gar nicht. Klar kann man 100 Busse Fremde herankarren und lustig 10 Straßen entfernt von den Rechten gegen eine zugelassene Demo feiern und Demokrat spielen, aber sich dann auch noch zu wundern, daß die Dresdner nicht mitmachen wollen, ist so naiv, daß es schon weh tut.
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