Für den Kampfeinsatz: Armee probt den Krieg im Erzgebirge
Mittwoch, 7. Januar 2009
Für den Kampfeinsatz: Armee probt den Krieg im Erzgebirge
Sachsen eben. Immer schön Parteien wählen, die junge Menschen in den Einsatz schicken und dann verhindern, daß die auch noch dafür ausgebildet werden. Unfaßbar. Aber im Nachhinein aufregen, wenn der eigene Sohn getötet wird.
Wieder rollen Bundeswehrlaster durchs Erzgebirge, Soldaten mit Sturmgewehren patrouillieren in Dörfern, proben so in der Region den gefährlichen Einsatz in Afghanistan. Friedensinitiativen laufen dagegen Sturm, gehen heute auf die Straße.
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Denn im März geht es zum ISAF-Einsatz in den Norden Afghanistans. Hauptmann Daniel Kruschinski (29): „Die gesamte Kompanie ist im Erzgebirge unterwegs, probt den Ernstfall.“
Ein beängstigendes Szenario, finden die Erzgebirger und laufen Sturm gegen die Schnee-Manöver. „Die schlagen hier Zelte auf und spielen Krieg“, schimpft ein Mann aus Pfaffroda.
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Auch Lars Kleba (32, Linke), Stadtrat von Brand-Erbisdorf, ruft seit Wochen zum Protest auf: „Patrouillieren können sie in der Kaserne. Es liegt die Annahme nahe, dass die Bürger an Bundeswehrpräsenz gewöhnt werden sollen.“
Sachsen eben. Immer schön Parteien wählen, die junge Menschen in den Einsatz schicken und dann verhindern, daß die auch noch dafür ausgebildet werden. Unfaßbar. Aber im Nachhinein aufregen, wenn der eigene Sohn getötet wird.
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